Kloster und Stiftskirche St. Pankratius in Hamersleben

Kloster Hamersleben

Geschichte


Die Klosteranlage Hamersleben, nördlich von Halberstadt am Rande des "Großen Bruchs" gelegen, besitzt mit der ehemaligen Stiftskirche der Augustiner-Chorherren ein Kleinod romanischer Baukunst, das wegen der weitgehenden Ursprünglichkeit des Bestandes architektur- und kunstgeschichtlich Außergewöhnliches bietet.
Unmittelbar nach der Übersiedlung des Stifts von Osterwieck nach Hamersleben um 1109/1111 wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Hervorzuheben ist die reiche und qualitätvolle Bauornamentik im Kircheninneren.
Über Jahrhunderte nachezu unverändert, führten erst Baumaßnahmen in der Spätgotik und die barocke Ausstattung dazu, dass der romanisch geprägte Raumeindruck in den Hintergrund gedrängt wurde.
An die Kirche schließt sich nördlich die Klausur an, die in spätgotischer Zeit entstand und Mitte des 18. Jahrhunderts überformt wurde.
1804 wurde das Stift säkularisiert, der Grundbesitz in eine Domäne umgewandelt und die Stiftskirche mit der Klausur der katholischen Gemeinde zur Nutzung übergeben.
Seit Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart fanden in mehreren Abschnitten Restaurierungsarbeiten sowie Instandsetzungsmaßnahmen statt, die weitestgehend die Rückgewinnung des romanischen Raumeindruckes zum
Ziel hatten.


 

Kloster
                Hamersleben    Kloster
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                Hamersleben


Besuchen Sie dieses architektonische Kleinod und lassen Sie sich in eine andere Zeit mitnehmen.
Sie stellt ein ganz außergewöhnliches Ziel an der Straße der Romanik dar.

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Zeittafel

1112 Bischof Reinhard von Halberstadt stellt am 9. August die Stiftungsurkunde für das Augustiner Chorherrenstift aus. Verlegt hatte man das Kloster von Osterwieck nach Hamersleben bereits
um 1109 /1111.
1111/12 Beginn der Bauvorbereitungen und Beginn der Errichtung der Ostpartie der Kirche.
Die Steinbearbeitung zeichnet sich durch eine hohe Qualität aus.
1116 Papst Paschalis II. nimmt den Hamersleber Konvent mit seiner festgelegten Ordnung und den Stiftsbesitz unter seinen Schutz.
1140 ist der Fertigstellungstermin anzusetzen, dafür spricht die angewandt Bautechnik und die einheitliche Planung. Eine Weiheurkunde für die Stiftskirche fehlt.
13. Jh. geht die Blütezeit des Chorherrenstiftes zu Ende. Wirtschaftliche Probleme führten zur allmählichen Verarmung.
1447 kommt Augustinerprior Johannes Busch auf Weisung von Bischof Burchard III. nach Hamersleben und reformiert den Konvent nach der „Windesheimer Ordnung“.
1452/53 tritt der Konvent dieser Kongregation bei. Dieser Beitritt leitet eine wirtschaftliche fruchtbare
Phase ein.
1557 tritt die Gemeinde Hamersleben zum lutherischen Glauben über.
Eine Kapelle des Stiftes wurde für die Dorfbewohner hergerichtet.
1648 kam das gesamte Bistum Halberstadt unter brandenburgisch-preußische Verwaltung.
nach 1680 erhielt die Kirche eine völlig neue Ausstattung nach dem Zeitgeschmack.
1804 wurde das Stift säkularisiert und zusammen mit dem großen Landbesitz in eine königliche Domäne umgewandelt. Stiftskirche und Klausurgebäude blieben der kleinen katholischen Gemeinde erhalten.
1963 begannen umfangreiche Restaurierungsarbeiten. Dabei wurde auch wieder der romanische Raumeindruck in den Mittelpunkt gerückt. Die barocken Einbauten, z. B. Altar und Orgel,  wurden
an ihrem Platz belassen.
1996 ging die Stiftskirche in das Eigentum der Domstiftung über.
Seitdem findet eine intensive Baupflege statt.
2011
Wandreinigungsarbeiten in der Klosterkirche

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Ansprechpartner


Katholisches Pfarramt
Klosterhof 8
39393 Hamersleben

Tel./Fax: 039401/ 483


Öffnungszeiten: (außer bei Veranstaltungen und Gottesdiensten)

Sommer: täglich 9.00 - 18.00 Uhr
Winter: täglich 9.00 Uhr bis zum Einbruch der Dämmerung



Führungen können im Pfarrbüro unter o. g. Telefonnummer angemeldet werden.

Spezielle Führungen werden auf Wunsch durchgeführt (z. B. Kinderführungen, Führungen für Architekten etc).

Wir bitten um Verständnis, dass die Besichtigungsmöglichkeiten der Klosterkirche derzeit durch Wandreinigungsarbeiten eingeschränkt sind, das heißt, es ist derzeit nur eine Besichtigung von außen möglich. Diese Reinigungsarbeiten werden voraussichtlich zum Jahresende 2011 abgeschlossen sein.  


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Presseinformationen



Wandreinigungsarbeiten in der Stiftskirche St. Pankratius in Hamersleben


Hamersleben/Leitzkau, den 10.06.2011
Die Klosteranlage Hamersleben, nördlich von Halberstadt am Rande des „Großen Bruchs“
gelegen, besitzt mit der ehemaligen Stiftskirche der Augustiner Chorherren ein Kleinod
romanischer Baukunst mit weitgehend ursprünglichem Bestand. Im Jahr 2012 wird die
Klosterkirche Hamersleben ihr 900jähriges Jubiläum begehen.
Im Vorfeld dieses Ereignisses führt die Eigentümerin, die Stiftung Dome und Schlösser in
Sachsen-Anhalt, seit Mai dieses Jahres im Innenraum der Klosterkirche umfangreiche
Fassadenreinigungs- und Verputzarbeiten durch.
Zum Schutz der sensiblen und historisch bedeutsamen Kunst- und Kulturgüter vor
Verunreinigung oder Beschädigung durch Staub bzw. anfallenden Putzresten wurden die Emil
Hammer Orgel, der Skulpturenschmuck (Korpus Christi, Apostelfiguren, Mondsichelmadonna
und Kruzifix) sowie der barocke Altar während der Ausführung der Arbeiten durch eine
Einhausung geschützt. Um alle Bereiche für die Arbeiten erreichen zu können, war die
Einrüstung des gesamten Innenraumes der Kirche notwendig.
Die Innenfassaden der Pfarrkirche werden durch saugendes Bürsten trocken gereinigt.
Zusätzlich ist im Sockelbereich der Seitenschiffe versalzener Putz zu entfernen und die
Fugen des Natursteinmauerwerks sind auszukratzen. Im Nachgang sind Fugen zu erneuern
und die Flächen mit entsprechendem Spezialputz zur Salzeinlagerung zu verputzen.
Im Weiteren sind Putzflächen in vorhandenen Rißflanken zu entfernen, die Risse fachgerecht
mit rissüberbrückendem Gewebe zu sanieren und anschließend mit neuem Kalkputz zu
versehen.
Ziel der Maßnahmen ist es, die Innenfassaden der Pfarrkirche zu reinigen und das
Mauerwerk insbesondere vor einer wiederholten Salzeinlagerung in das Gemäuer durch
Anbringung eines Spezialputzes zu schützen.
Die gesamten Arbeiten werden baubegleitend vom Landesamt für Denkmalpflege und
Archäologie Sachsen-Anhalt Mit den auszuführenden Arbeiten hat die Stiftung Dome und
Schlösser in Sachsen-Anhalt in Sachsen-Anhalt ansässige Fachfirmen beauftragt.
Die Reinigungsarbeiten werden voraussichtlich Ende des Jahres 2011 abgeschlossen sein.

Es wird um Verständnis gebeten, dass es durch diese Maßnahmen bedingt zu
Einschränkungen bei den Besichtigungsmöglichkeiten der Klosterkirche kommt.